Der frische Minzgeschmack begleitet uns Menschen meist schon bei der Morgentoilette. Ob in der Zahnpasta, Mundspüllösung oder im Kaugummi nach dem Essen. Ohne die Minze wären viele Produkte im Alltag geschmacklich kaum zu ertragen. Doch die Minze sorgt nicht nur für frischen Atem, zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sind mittlerweile bekannt. Als Teezubereitung bei Erkältungen und Grippe ist die Pfefferminze bereits ein alter Hut. Neue Studien beschäftigen sich mit dem Potential der Minze, auf immunologische Prozesse gezielt einzuwirken und neue Einsatzgebiete zu entdecken.
Bekannte Heilwirkungen der Pfefferminze
In den Blättern der Pfefferminze sind ca. 3 % ätherische Öle enthalten, davon ca. 50% Menthol. Weitere wirksame Bestandteile sind Flavonoide, Gerbstoffe, Carotinoide, Azolene, Cholin und Rosmarinsäure. Die Pfefferminze kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Sie hat nicht nur einen kühlen, frischen Geschmack, auch bei schmerzen und Sonnenbrand erzielt sie äußerlich in Cremes oder als Öl, eine kühlende, schmerzstillende Wirkung da die Kälterezeptoren leicht blockiert werden. Eine mit Minzöl getränkte Kompresse sorgt auch für Linderung bei Kopfschmerzen.
Frisch als Tee aufgebrüht, eignet sie sich ausgezeichnet als Mittel zur Bekämpfung von Blähungen, Magen-darm Beschwerden und Übelkeit. Auch bei Menstruationsbeschwerden hat sich der Tee bewährt. In Kombination mit anderen Heilpflanzen wie Kamille wird die Wirkung verstärkt. Ein Pfefferminz-Schwarzteegemisch ist zudem sehr Durststillend.
Die Keimtötende Wirkung wird in Zahnpasten und Mundspüllösungen ausgenutzt. Zudem wird der negative Geschmack anderer Inhaltsstoffe durch die frische Minze überdeckt.
Neue Einsatzgebiete
Das im Öl enthaltene Azulen steht momentan im Mittelpunkt zahlreicher Studien. Es soll Entzündungsreaktionen entgegenwirken. Auch die anti-inflamatorische Wirkung des L-Menthols wurde näher untersucht. So bewies eine in-vitro Studie, einen hemmenden Einfluss des L- Menthols auf verschiedene Botenstoffe des Immunsystems. Die Wissenschaftler erhoffen sich einen therapeutischen Einsatz bei entzündlich bedingten Erkrankungen. In Tierversuchen erzielte das Flavonoid-Glycosid Luteolin-7-O-Rutinosid, einen hemmenden Effekt auf die Histaminfreisetzung. Damit wird in Zukunft ein Einsatz als Anti-Allergikum möglich, zum Beispiel bei der Behandlung von allergischer Rhinitis.
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